Schule der Fälschungen
Fünf Arten, wie KI täuscht
Jedes Kapitel erklärt, wie die Fälschung entsteht, woran du sie erkennen kannst und was du tust. Am Ende steht die eine Regel, die du dir merken solltest.
01Geklonte Stimmen
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So macht es die KI
Wenige Sekunden Sprachaufnahme reichen für eine Stimmkopie. Betrüger finden solche Aufnahmen in Videos aus sozialen Medien, in Sprachnachrichten oder auf Anrufbeantwortern. Am Telefon klingt die Kopie dann wie dein Kind, dein Enkel oder deine Chefin.
Woran du es erkennen kannst
- Der Anruf kommt von einer unbekannten Nummer.
- Es geht um Geld oder einen Gefallen, und es muss schnell gehen.
- Du sollst niemandem davon erzählen.
- Die Stimme klingt fast richtig, aber die Geschichte ist ungewöhnlich.
Was du tust
- Auflegen und die bekannte, gespeicherte Nummer zurückrufen.
- Eine Frage stellen, die nur der echte Mensch beantworten kann.
- Euer Familien-Codewort erfragen.
Merksatz: Bei Geldforderung am Telefon: auflegen, bekannte Nummer zurückrufen.
02Gefälschte Videos
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So macht es die KI
KI kann Gesichter in Videos tauschen oder komplett erfinden. So entstehen Videoanrufe mit vermeintlich bekannten Personen oder Werbevideos, in denen Prominente angeblich für Geldanlagen werben.
Woran du es erkennen kannst
- Das Video kommt aus einer unbekannten Quelle oder einer Messenger-Gruppe.
- Ein Prominenter empfiehlt eine Geldanlage oder ein Gewinnspiel.
- Lippen, Licht oder Haarränder wirken unnatürlich.
- Der Ton passt nicht ganz zu den Lippenbewegungen.
Was du tust
- Prüfen, ob seriöse Nachrichtenseiten über das Video berichten.
- Niemals über einen Link aus einem Video Geld anlegen.
- Im Zweifel die Person über einen bekannten Weg direkt fragen.
Merksatz: Prominente werben nicht für Geldanlagen in Messenger-Gruppen.
03KI-Bilder
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So macht es die KI
KI erzeugt Fotos von Ereignissen, Produkten oder Personen, die es nie gegeben hat. Solche Bilder verbreiten sich schnell, weil sie echt aussehen und Gefühle auslösen.
Woran du es erkennen kannst
- Hände, Zähne oder Ohren wirken seltsam.
- Schrift im Hintergrund ist unleserlich oder verzerrt.
- Schmuck, Brillenbügel oder Muster sind unsymmetrisch.
- Licht und Schatten passen nicht zusammen.
- Übergänge zwischen Haaren und Hintergrund sind verschwommen.
Was du tust
- Fragen: Wer hat das Bild zuerst veröffentlicht?
- Mit einer Bilderrückwärtssuche die Herkunft prüfen.
- Nicht weiterleiten, solange die Herkunft unklar ist.
Merksatz: Herkunft prüfen: Wer hat es zuerst veröffentlicht?
04KI-Texte
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So macht es die KI
Betrugsmails waren früher an schlechtem Deutsch zu erkennen. KI schreibt heute fehlerfrei und persönlich. Nachrichten wirken wie von der Bank, vom Paketdienst oder von einer bekannten Person.
Woran du es erkennen kannst
- Die Nachricht erzeugt Zeitdruck oder Angst.
- Sie enthält einen Link zum Anmelden oder Bezahlen.
- Sie verlangt einen ungewöhnlichen Zahlungsweg wie Gutscheinkarten oder Krypto.
- Absenderadresse oder Nummer sind neu oder leicht verändert.
Was du tust
- Nicht auf Links klicken, sondern die offizielle App oder Webseite direkt öffnen.
- Bei der echten Hotline oder Filiale nachfragen.
- Verdächtige Nachrichten melden und löschen.
Merksatz: Rechtschreibung ist kein Echtheitsmerkmal mehr.
05Falsche Profile
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So macht es die KI
KI erzeugt Porträts von Menschen, die es nicht gibt. Damit bauen Betrüger Profile in sozialen Netzwerken oder auf Dating-Plattformen auf und schreiben über Wochen freundliche Nachrichten, bis es um Geld geht.
Woran du es erkennen kannst
- Das Profil ist neu oder hat wenige Beiträge.
- Die Person will schnell auf einen privaten Messenger wechseln.
- Ein Treffen ist nie möglich, es gibt immer eine Ausrede.
- Früher oder später geht es um Geld, Geschenke oder eine Notlage.
Was du tust
- Das Profilbild mit einer Bilderrückwärtssuche prüfen.
- Niemals Geld an Menschen senden, die man nie getroffen hat.
- Den Kontakt abbrechen und das Profil melden.
Merksatz: Niemals Geld an Menschen, die man nie getroffen hat.
